Die Hausratversicherung zählt in mit zu den Versicherungsformen, die am häufigsten durch den Versicherten falsch angesetzt werden. Sie tritt immer dann in Kraft, wenn Schaden an der Wohnungseinrichtung bzw. den Hausrat durch Ereignisse wie Feuer, Überflutung oder Einbruch auftritt. Versichert wird hierbei nach Anzahl der Quadratmeter, wobei jeder Einheit ein bestimmter Wert zugeordnet wird.
Der Versicherungsnehmer muss sich also im Klartext entscheiden, mit wie viel Euro er einen Quadratmeter seiner Wohnung versichern lassen möchte. Danach wie hoch diese Summe ist richten sich dann auch die Versicherungsprämien. Einerseits möchte man diese Prämien natürlich so gering wie möglich halten und andererseits will natürlich auch ein Mindestmaß an Versicherungsschutz genießen, sonst hatte das ganze Vorhaben einer Hausratsversicherung überhaupt keinen Sinn. Daher steckt mit der Wahl dieser Summe gewissermaßen in einer Zwickmühle.
Immer wieder kommt es vor dass Leute die Summe wesentlich zu niedrig ansetzen, so dass sie im Versicherungsfall dann erhebliche Eigenleistungen zuschießen müssen und kaum etwas von ihrem Versicherungsschutz haben. Aber auch das Gegenteil ist der Fall (und eigentlich noch gravierender). Viele Versicherungsmakler versuchen natürlich zu viel zu hohen Schutzsummen pro Quadratmeter zu überreden. So ist man im ungünstigsten Falle so hoch versichert, dass die Summe aller Einheiten einen höheren Wert ergibt, als die Besitztümer die man eigentlich versichern möchte. Viel zu hohe Raten sind vorprogrammiert!
Bei einem Vergleich der Hausratversicherung sollte man also in jedem Fall den Preis seiner Einrichtung durch die Anzahl der Quadratmeter der Wohnung teilen. Die Summe die hierbei herauskommt, stellt das absolute Höchstmaß an Versicherungsschutz dar, denn es macht eher Sinn etwas darunter zu bleiben, da erstens der Fall des Verlustes sämtlicher Einrichtung auf einmal extrem unwahrscheinlich ist und zweitens in der Regel sowieso gewisse Selbstbeteilungen des Versicherungsnehmers vorgegeben sind.